Manfred Schneiders Die Erde hat Krebs ist ein persönliches Erfahrungslexikon, das autobiografische Erinnerungen mit politischen, philosophischen und gesellschaftskritischen Reflexionen verbindet.
Unter dem Kürzel „PELEX“ ordnet der Autor seine Gedanken alphabetisch und behandelt Themen von Arbeit, Religion und Geschichte bis zu Kapitalismus, Ökologie und Digitalisierung.
Ausgangspunkt ist die These, dass die moderne Menschheit durch Profitstreben und Ressourcenverbrauch ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstört.
Schneider schreibt direkt, kämpferisch und mit der analytischen Haltung eines langjährigen Patentanwalts.
Besonders eindringlich sind die persönlichen Passagen über Alter, Pflege, Krankheit und den Verlust seiner Ehefrau.
Die Verbindung privater Erfahrung mit globalen Krisendiagnosen verleiht dem Buch eine unverwechselbare Stimme.
Zugleich sind viele politische Urteile stark zugespitzt, polemisch und nur begrenzt durch Quellen oder Gegenpositionen abgesichert.
Die lexikalische Form erleichtert den gezielten Zugriff, führt jedoch auch zu Wiederholungen und thematischen Sprüngen.
Die Erde hat Krebs ist ein engagierter, streitbarer Aufruf zum kritischen Denken und zur ökologischen wie gesellschaftlichen Neuorientierung.


