Sabine Eva Meiers Kriminalroman Der verfluchte Ring ist ein spritziger Feelgood-Krimi aus der Reihe „Ladies of the front row“, der Archäologie, Kunstraub und Mordfall raffiniert verzahnt.
Vier Münchner Freundinnen helfen bei einer Grabung am Stadtrand von Nördlingen – und stoßen auf einen außergewöhnlichen antiken Ring.
Was als heiterer „Ladies“-Ausflug beginnt, kippt abrupt, als im provisorischen Lagerraum der Fundstücke ein Mann erstochen aufgefunden wird und die Artefakte verwüstet sind.
Meier nutzt die pittoreske Kulisse (Altstadt, Stadtmauer, historische Villa) als stimmige Bühne für Geheimnisse, Gier und falsche Identitäten.
Die Stärke des Romans liegt im Quartett: viel Dialogwitz, Running Gags und eine sympathische Dynamik, die die Spannung angenehm erdet.
Gleichzeitig treibt ein klassisches Whodunit-Prinzip die Handlung voran – mit mehreren Interessengruppen, die alle ein Motiv haben könnten.
Der Ton bleibt leicht, ohne die Bedrohung zu verharmlosen: Man rätselt mit, lacht mit, und bleibt doch neugierig auf die nächste Wendung.
Stilistisch ist das Erzählen klar, szenisch und zügig; die Kapitel enden oft so, dass man „noch eins“ lesen will.
Wer harte Noir-Düsternis sucht, ist hier falsch – wer klug konstruierte Unterhaltung mit Lokalkolorit und warmem Humor mag, liegt richtig.
Der verfluchte Ring bietet genau das: einen gemütlich-spannenden Krimi, der gute Laune und Ermittlungsfieber überraschend gut zusammenbringt.


