Gina Oris’ Das goldene Schaf und der böse Wolf verbindet Erotikroman, Liebesgeschichte und internationalen Verschwörungsthriller.
Im Mittelpunkt stehen Sophia und Claudio, deren Begegnung in Rom rasch zu einer leidenschaftlichen Beziehung wird.
Ihr Glück gerät jedoch durch Intrigen, einen illegalen Waffendeal und gefährliche Verwicklungen zwischen Europa, Afrika und Asien unter Druck.
Oris erzählt mit großer Lust an exotischen Schauplätzen, luxuriösen Milieus und sinnlichen Details.
Die Handlung entwickelt sich zunehmend vom erotischen Beziehungsroman zum weit ausgreifenden Abenteuer- und Entführungsplot.
Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen romantischer Selbstverwirklichung und einer von Macht, Geld und Gewalt bestimmten Gegenwelt.
Mitunter wirken die zahlreichen Figuren, Ortswechsel und Nebenhandlungen stärker aneinandergereiht als dramaturgisch gebündelt.
Auch die sehr direkten erotischen Passagen und sprachlichen Unebenheiten verlangen Offenheit für den bewusst ungeschliffenen Erzählton.
Das goldene Schaf und der böse Wolf ist ein eigenwilliger, temporeicher Roman über Begehren, Gefahr und den Versuch, eine Liebe gegen globale Intrigen zu behaupten.


