Heute besprechen wir das Buch LINDENWIND von Audrey Déjardin, erschienen beim Verlag Europa Buch. Wir präsentieren hier ein Interview mit der Autorin des Buches, um die persönlichen Aspekte und die wichtigsten Erfahrungen zu verdeutlichen, die in diesem Text verdichtet sind. Wir besprechen auch die wichtigsten Themen, die die Autorin im Laufe ihres Schreibens anspricht und die sie mit ihren Leserinnen und Lesern teilen möchte.
Hier ist das Interview mit der Autorin: viel Spaß beim Lesen!
- Welche Themen und Inhalte werden von Ihnen in dem Buch angesprochen?
Die Kraft der Erinnerungen, die uns zugleich beflügeln und ankern können. Liebe und Abstammung sind ebenfalls Zentralthemen, genauso wie Musik. Und das Streben danach, sich von den Lasten der Vergangenheit zu befreien. Es war mir auch wichtig, vor den perversen Persönlichkeiten zu warnen, wie sie uns unbemerkt zerstören können. Und wie man sich von denen befreien kann. Ich habe zwei Sprachen: Deutsch und Französisch. Ich fühle mich freier, wenn ich Deutsch schreibe. Deutsch ist die Sprache meines Heranwachsens. Die Sprache der Selbstentdeckung und der Befreiung. In dieser Sprache habe ich mehr Selbstvertrauen, wenn es ums Schreiben geht. Es liegt auch an der Vielfalt der deutschen Sprache, um die Wahrnehmung der Welt und unsere Empfindungen zu beschreiben. Denken Sie nur daran, wie viele Wörter die verschiedenen Geräusche des Windes in den Sinn rufen…
- Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Was möchten Sie ihm oder ihr vermitteln?
Eine Freundin von mir hat mich vor Kurzem an das Zitat von Jean Paul erinnert: „Bücher sind nur dicke Briefe an Freunde“… Es ist wahr! Leser sind wie Freunde. Ich würde mich freuen, wenn mein Buch Lesern dabei helfen könnte, mehr Sinn im Leben zu sehen. Mehr Schönheit in den großen wie in den kleinen Dingen des Alltages zu spüren. Es wäre schön, wenn mein Roman eine Aufmunterung wäre, sich selbst zu entdecken. Wir Menschen brauchen Geschichten. Kinder wissen das schon, die immer Märchen verlangen. Und auch Erwachsene, die ein Buch im Zug oder in der U-Bahn bei sich haben. Wir Menschen leben nicht nur von Nahrung, sondern auch von Geschichten und Träumen, die die Welt heller werden lassen. Wann fängt die Menschlichkeit eigentlich an? Mit der Erfindung des Feuers. Und wann fängt die menschliche Geschichte an, wie wir sie uns im Nachhinein vorstellen? Mit der Erfindung der Schrift vor mehr als 5000 Jahren. Das heißt: das erste Mal, dass es jemanden gab, der über seinen eigenen Tod hinaus etwas erzählen wollte.
- Wann und warum haben Sie sich entschieden, dieses Buch zu schreiben?
Ein Buch ist etwas, das man lange in sich trägt, fast ohne es zu wissen, bis es reif wird. Beim Schreiben ist ein Teil bewusst, ein anderer Teil unbewusst. Schreiben ist nur der letzte Teil der Arbeit und die Spitze des Eisbergs, würde ich sagen. Zumindest war es bei mir so. Es hat Jahre gedauert. Und vor fast zwei Jahren bin ich in die Treppe gestürzt, mein Knie war kaputt. Ich konnte nichts machen, außer schreiben. Das war eigentlich eine Chance. Also habe ich geschrieben. All die Ideen und Gedanken waren reif, es fühlte sich an, als ob sich ein Puzzle Tag für Tag zusammensetzte. Schon als kleines Mädchen las ich Tag und Nacht und wollte Bücher schreiben. Beim Schreiben fühle ich mich lebendiger. Es war nicht mein erster Versuch. Aber diesmal ist das Buch entstanden.
- Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Buch bei den Lesern hervorrufen?
Es wäre schön, wenn mein Buch dazu beitragen könnte, die Leser zu ermutigen, sich mehr Zeit zu gönnen, um ihre eigenen Erinnerungen ins Leben zu rufen. Um auf ihre Empfindungen aufmerksamer zu werden. Ein gelungenes Buch erreicht sein Ziel, wenn es für die Leser ein kleines neues Fenster zur Welt und zu sich selbst öffnet. Eine neue Perspektive. Ich muss noch eine Freundin zitieren und ihre Definition eines guten Buches geben: „Ein gutes Buch gibt dir neue Wünsche und Träume“. Die finde ich echt gut.
- Wie haben Ihr Freundeskreis, Ihre Bekannte oder Ihre Familie auf die Buchsveröffentlichung reagiert? Stehen schon neue Projekte an?
Ich habe Glück, ich wurde immer unterstützt. Von Anfang an. Als noch nicht von einer Veröffentlichung die Rede war, sondern als es nur mich und mein Buchprojekt gab. Es gab viele Stimmen, die an mir glaubten, und wenige, die an mein Vorhaben zweifelten. Es hat mir Mut gegeben. Weil es beim Schreiben Tage gibt, an denen alles leicht ist. Und leider Tage, an denen ich entmutigt war. Das wichtigste Wort im Leben ist „danke“. Auf diesem Wort beruhen unsere Beziehungen und eigentlich die ganze Welt. Ich bedanke mich bei meiner Familie, meinen Freunden und meinen Bekannten für ihre Unterstützung. Für die Rate, die mir gegeben wurden und mir dabei geholfen haben, mein Buchprojekt zu verbessern und zu Ende zu bringen. Ich danke denen, die das Buch nachgelesen haben und mir ihre Meinung gegeben haben. Und natürlich auch EuropaBuch Verlag, der an mir glaubt und mir die Chance gibt, mein Buch herauszubringen. Davon habe ich immer geträumt. Ich habe mehrere Ideen für ein neues Projekt und habe angefangen, mir Notizen zu machen…

Wir danken der Autorin für die Beantwortung unserer Fragen und die Hilfe, den Text und die damit verbundenen Erfahrungen auf den Kern zu bringen. LINDENWIND von Audrey Déjardin, erschienen beim Verlag Europa Buch, verdient es, aufmerksam gelesen und genossen zu werden, weil das neue Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten eröffnet.


