Eva-Maria Anja Daniela Grothues’ Engelchen und Teufelchen ist ein psychologisch grundiertes Arbeitsbuch zur Selbstbeobachtung, das therapeutische Erfahrung mit alltagsnaher Selbsthilfe verbindet.
Im Zentrum steht die eingängige Metapher vom „Engelchen“ und „Teufelchen“, mit der innere unterstützende und destruktive Anteile unterscheidbar gemacht werden.
Die große Stärke des Buches liegt in seiner Praxisnähe: Es will nicht nur erklären, sondern Leserinnen und Leser durch Fragen, Notizräume und konkrete Perspektivwechsel zur aktiven Selbstreflexion anleiten.
Dabei schreibt Grothues klar, direkt und zugewandt, mit spürbarer therapeutischer Erfahrung und dem Willen, komplizierte innere Prozesse verständlich zu machen.
Literarisch steht weniger stilistische Raffinesse als methodische Vermittlung im Vordergrund.
Mitunter geraten die Erklärungen etwas redundant und die zentrale Metaphorik stark didaktisch zugespitzt.
Doch gerade diese Konsequenz macht das Buch zugänglich.
Engelchen und Teufelchen ist damit ein engagierter, gut anwendbarer Ratgeber, der emotionale Selbststeuerung nicht als abstrakte Theorie, sondern als lernbare Form innerer Klarheit entwirft.


