Heute besprechen wir das Buch Trommelspuren von Birgit Karwath, erschienen beim Verlag Europa Buch. Wir präsentieren hier ein Interview mit der Autorin des Buches, um die persönlichen Aspekte und die wichtigsten Erfahrungen zu verdeutlichen, die in diesem Text verdichtet sind. Wir besprechen auch die wichtigsten Themen, die die Autorin im Laufe ihres Schreibens anspricht und die sie mit ihren Leserinnen und Lesern teilen möchte.
Hier ist das Interview mit der Autorin: viel Spaß beim Lesen!
- Welche Themen und Inhalte werden von Ihnen in dem Buch angesprochen?
Eine sehr emotionale, vielschichtige Familiensaga über einen Zeitraum von 80 Jahren! Es geht um die Polarität unseres menschlichen Lebens. Reich und Arm, Krieg und Frieden. Liebe und Hass. Angst und Zuversicht. Die Kraft der Hoffnung und des Mutes. Es geht auch um die sogenannten „Zu-Fälle“ des Lebens, die im genauen Hinschauen auch einen ganz persönlichen Sinn ergeben. Es geht um Wiederholungen, Herausforderungen und immer wieder kehrenden Schicksalsschlägen, die uns ALLE be-treffen. Es ist auch ein europäisches Buch. Eine passende Zeitreise in einer Zeit, in der Europa, wie ich es mir wünschen würde, nicht nur in einem Buch, sondern auch geschichtlich und aus aktuellem Anlass, zusammenfinden und gemeinsam wachsen sollte. Daher passt der Europabuch Verlag auch so klasse!
- Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Was möchten Sie ihm oder ihr vermitteln?
Für ALLE Menschen, die natürlich von Herzen gerne lesen. Für Menschen, die sich sehr für „andere Menschen und ihre Schicksale“ interessieren. Die neugierig sind und zuerst wie durch ein Fernrohr und dann durch eine Lupe in eine andere Welt, eine ihnen noch unbekannte Familiengeschichte eintauchen und sie beim Lesen hautnah „live“ miterleben dürfen. Für Menschen, die gerne reisen, im Geiste wie im wahren Leben. Die sich dadurch in anderen Städten, Ländern, Kulturkreisen und Landschaften wiederfinden. Es wäre schön, wenn der/die Leser/in durch eigene, aufkommende Gefühle während dieser Geschichte selbst reflektiert und am Ende des Buches eine „Message“ für sich und sein eigenes Leben darin findet.
- Wann und warum haben Sie sich entschieden, dieses Buch zu schreiben?
Anfang 2025 habe ich damit begonnen, den Roman fertig zu schreiben. Ich hatte Zeit und fand endlich den Mut, mich an ein altes, aus dem Jahre 1993 begonnenes Manuskript von mir heranzuwagen, dass ich damals, aufgrund von Liebeskummer begann zu schreiben. Dann wurde ich plötzlich unerwartet schwanger und ich hörte von einem auf den anderen Tag mit dem Schreiben auf. Das Leben als alleinerziehende Mutter und schließlich der schwere Schicksalsschlag mit dem Unfalltod meines Sohnes, haben mich über viele Jahre vom Schreiben abgehalten. Als ich jedoch letztes Jahr das alte Manuskript aus seinem Tiefschlaf wieder aus meinem Sekretär hervorholte, es las, da wusste ich ganz intuitiv, dass diese ersten geschriebenen Blätter Papier es wahrlich verdient hatten, zu Ende geschrieben zu werden. Neue Ideen hatte ich in der Zwischenzeit genug und über all die Jahre auch immer wieder handschriftlich skizziert. Als ich schließlich Ende Januar 2025 damit begann, mit neuen Impulsen und Zuversicht an diesem Manuskript zu arbeiten, konnte ich nicht mehr damit aufhören. Lebenserfahrungen, viel Fantasie und tiefe Trauer haben meine Gedanken zu Bildern werden lassen. Diese wurden in mir lebendig, ich konnte sie fühlen, erleben und sie formten sich zu Wörtern auf dem noch ungeschriebenen weißen Blatt Papier. Und mit jeder weiter geschriebenen Zeile, ließ mich mein Manuskript über Tage und intensive Nächte, über Wochen und Monate nicht mehr los. Bis ich im Spätsommer 2025 damit abschließen und meine lange Reise zu einem Ende kommen konnte.
- Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Buch bei den Lesern hervorrufen?
Zuerst einmal: Neugierde und Spannung, von Anfang an, um das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Dann eigene, persönliche Gefühle beim Leser herauskitzeln!
Inhaltlich: Liebe, Schmerz, Mitgefühl, Trauer, Wut, Hass und Angst. Aber auch Zuversicht, Hoffnung, Glück, Dankbarkeit und vor allen Dingen eins: Mut.
- Wie haben Ihr Freundeskreis, Ihre Bekannte oder Ihre Familie auf die Buchsveröffentlichung reagiert? Stehen schon neue Projekte an?
Sie sind begeistert. Die ersten, sehr positiven Rückmeldungen haben mich bereits erreicht. Sie animieren mich bereits jetzt, so rasch wie möglich weiterzuschreiben, meinem Talent, Geschichten zu erzählen, weiter zu folgen, und mit dem nächsten Buch zu beginnen. Meine Familie erinnert sich nur zu gut, dass ich bereits als Kind in meiner eigenen Fantasiewelt lebte und es liebte, Geschichten zu erfinden und zu erzählen. Bereits 2020, dem Jahr des „Gehens meines Sohnes“ drängte sich in mir das tiefe Gefühl auf, seine viel zu kurze, so unglaublich intensive und weise Lebens-geschichte zu erzählen, die es, aufgrund seiner einzigartigen, empathischen und herausragenden Persönlichkeit mehr als verdient hat, einem großen Publikum vorzustellen. Es soll ein Trauerbuch, wieder mit einer „Message“ werden. Teilweise fiktiv, ja, um den Schmerz beim Schreiben in der Erinnerung hoffentlich auszuhalten und weil er auch leider kein Mitspracherecht mehr hat und doch mit echten, tief erlebten autobiografischen Zügen.

Wir danken der Autorin für die Beantwortung unserer Fragen und die Hilfe, den Text und die damit verbundenen Erfahrungen auf den Kern zu bringen. Trommelspuren von Birgit Karwath, erschienen beim Verlag Europa Buch, verdient es, aufmerksam gelesen und genossen zu werden, weil das neue Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten eröffnet.


