Heute besprechen wir das Buch Zusammen haben wir es geschafft von Hermann Born, erschienen beim Verlag Europa Buch. Wir präsentieren hier ein Interview mit dem Autor des Buches, um die persönlichen Aspekte und die wichtigsten Erfahrungen zu verdeutlichen, die in diesem Text verdichtet sind. Wir besprechen auch die wichtigsten Themen, die der Autor im Laufe seines Schreibens anspricht und die er mit seinen Leserinnen und Lesern teilen möchte.
„Zusammen haben wir es geschafft“ von Hermann Born ist eine wahre Geschichte über Mut, Liebe und lebenslangen Zusammenhalt Was trägt uns, wenn alles unsicher ist? Hermann Born erzählt bewegend von seiner Kindheit, seiner unzertrennlichen Zwillingsschwester Monika, der Liebe zu seinem Partner Olaf und von zwei Familien, deren Schicksale sich fast schon vor ihrer Zeit kreuzten. Ein ehrliches, hoffnungsvolles Buch über Verlust, Vertrauen und die stille Kraft der Gemeinschaft.
Hier ist das Interview mit dem Autor: Viel Spaß beim Lesen.
1. Welche Themen und Inhalte werden von Ihnen in dem Buch angesprochen?
In „Zusammen haben wir es geschafft“ erzähle ich von den Menschen, die meinen Weg maßgeblich geprägt haben. Es geht um Freundschaft, um Herkunft, um Entscheidungen, die man trifft – manchmal bewusst, manchmal zufällig – und die das eigene Leben in eine neue Richtung lenken. Viele dieser Geschichten sind im Alltag entstanden, in Momenten, die man erst im Rückblick richtig versteht. Genau diese kleinen, oft unscheinbaren Augenblicke zeigen, wie viel Kraft im Miteinander steckt.
Das Buch ist für mich auch eine Hommage an meine Familie, die mir Halt gegeben hat, besonders dann, wenn sich das Leben nicht von seiner einfachen Seite gezeigt hat.
Und ein zentraler Teil ist meinem verstorbenen Freund Olaf gewidmet. Fast 25 Jahre sind wir gemeinsam durchs Leben gegangen. Seine Art, sein Lachen, sein fester Platz an meiner Seite – das alles lebt in diesen Seiten weiter.
Letztlich geht es darum, wie wertvoll Menschen sind, die uns tragen, und wie ihre Spuren uns unser ganzes Leben begleiten.
2. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Was möchten Sie ihm oder ihr vermitteln?
Dieses Buch richtet sich an Menschen, die echte, unverstellte Geschichten schätzen. An diejenigen, die spüren, dass das Leben nicht nur aus perfekten Momenten besteht, sondern gerade durch die Brüche, Wendungen und Begegnungen interessant wird. Wer sich für authentische Lebenswege interessiert – mit Höhen, Tiefen und den leisen Zwischentönen – wird sich in vielen Passagen wiederfinden.
Ich möchte meinen Leserinnen und Lesern vermitteln, wie wichtig Beziehungen sind. Oft sind es nicht große Gesten, sondern kleine Worte, ehrliche Gespräche und das Interesse am anderen, die unser Leben prägen. Wir sind uns oft näher, als wir denken – auch wenn wir unterschiedliche Hintergründe haben.
Wenn jemand beim Lesen das Gefühl bekommt: „So ähnlich war es bei mir auch“ oder „Diesen Gedanken hätte ich gern früher gehört“, dann erfüllt das genau das, was ich mir mit diesem Buch wünsche. Es soll Mut machen, Vertrauen stärken und zeigen, wie viel man voneinander lernen kann.
3. Wann und warum haben Sie sich entschieden, dieses Buch zu schreiben?
Der eigentliche Impuls kam durch meine Zwillingsschwester. Sie hat meine LinkedIn-Beiträge über lange Zeit begleitet – kurze Texte, in denen ich jungen Menschen Einblicke in meinen Berufsalltag geben wollte. Es ging um Erfahrungen, kleine Tricks, Beobachtungen und Ratschläge, die ich selbst gern früher bekommen hätte.
Meine Schwester hat all diese Beiträge aufmerksam gelesen und mir immer wieder gesagt, wie sehr sie meine klare, menschliche Art zu schreiben schätzt. Eines Tages rief sie mich an und sagte: „Ich will ein Buch von dir.“
Dieser Satz war erstaunlich einfach – und dennoch unglaublich kraftvoll.
Er hat in mir etwas ausgelöst, weil mir bewusst wurde, dass meine Erlebnisse und Gedanken nicht nur lose Notizen sind, sondern eine Geschichte ergeben, die es wert ist, festgehalten zu werden.
Also begann ich, Erinnerungen zu sortieren, Gespräche aufzuschreiben und Verbindungen neu zu betrachten.
So wuchs Schritt für Schritt die Idee zu diesem Buch – aus einem Satz, der mich bis heute begleitet.
4. Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Buch bei den Lesern hervorrufen?
Ich möchte meine Leser auf eine stille, aber wirkungsvolle Art berühren. Es geht mir nicht darum, große Dramatik zu erzeugen, sondern echte Gefühle zuzulassen – die Art Emotionen, die nachwirken, weil sie aus dem Leben kommen. Beim Lesen sollen Menschen sich selbst erkennen dürfen, vielleicht an Situationen erinnert werden, die längst zwischen Alltag und Zeit verloren schienen.
Einige Kapitel sollen zum Nachdenken anregen, andere dürfen Wärme auslösen oder ein stilles Lächeln hervorrufen. Es gibt Stellen, an denen man vielleicht innehalten möchte, um an eigene Beziehungen zu denken – an Menschen, die wichtig waren oder es noch sind.
Wenn am Ende jemand das Buch schließt und sich sagt: „Ich sollte mich bei jemandem melden“, „Ich habe etwas verstanden“ oder „Das hat mich wirklich berührt“, dann wäre das für mich das größte Kompliment. Genau dafür habe ich dieses Buch geschrieben.
5. Wie haben Ihr Freundeskreis, Ihre Bekannte oder Ihre Familie auf die Buchveröffentlichung reagiert? Stehen schon neue Projekte an?
Die Reaktionen aus meinem Umfeld waren sehr herzlich – und teilweise auch überraschend direkt. Es gab sogar Stimmen, wie: „Als ich dein Buch gelesen habe, habe ich dich sprechen gehört.“ Da musste ich schmunzeln. Ich dachte mir: Ups – dann kann ich ja nicht so viel falsch gemacht haben.
Denn genau das wollte ich: authentisch bleiben, so schreiben, wie ich auch erzähle, ohne Maske, ohne literarische Verrenkungen.
Natürlich gab es auch Stimmen, die sagten: „Ist nicht mein Ding.“
Und ganz ehrlich: Das ist völlig in Ordnung. Man kann es nicht jedem recht machen, und das soll man auch gar nicht. Bücher sind wie Menschen – sie finden diejenigen, die bereit dafür sind. Was mich besonders gefreut hat: Viele Gespräche, die nach dem Lesen entstanden, wären sonst nie geführt worden.
Und ja: Neue Projekte stehen an. Das Schreiben hat etwas in mir ausgelöst, das mich weiter begleitet – und das ich gern ausbaue.

Wir danken dem Autor für die Beantwortung unserer Fragen und die Hilfe, den Text und die damit verbundenen Erfahrungen auf den Kern zu bringen. Zusammen haben wir es geschafft von Hermann Born, erschienen beim Verlag Europa Buch, verdient es, aufmerksam gelesen zu werden, weil das Buch neue Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten eröffnet.


