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16 Luglio 2026 da Europa_Buch

Die Kraft der Worte – Europa Buch präsentiert: Gute Nacht, Suki von Soac

Heute besprechen wir das Buch Gute Nacht, Suki von Soac, erschienen beim Verlag Europa Buch. Wir präsentieren hier ein Interview mit dem Autor des Buches, um die persönlichen Aspekte und die wichtigsten Erfahrungen zu verdeutlichen, die in diesem Text verdichtet sind. Wir besprechen auch die wichtigsten Themen, die der Autor im Laufe seines Schreibens anspricht und die er mit seinen Leserinnen und Lesern teilen möchte.

Hier ist das Interview mit dem Autor: Viel Spaß beim Lesen.

  1. Welche Themen und Inhalte werden von Ihnen in dem Buch angesprochen?

Gute Nacht, Suki ist ein Roman über ein Mädchen, das ihre Gefühle verloren hat. Eines Nachts beginnt einer der Origamikraniche in ihrem Zimmer zu sprechen und gemeinsam begeben sie sich auf der Suche nach Sukis Emotionen auf eine abenteuerliche Reise durch ihr Innerstes. Es ist eine Geschichte darüber, wie es ist, wenn man an zu vielen Tagen gegen sich selbst verliert, eine darüber welcher inneren Stimme wir zuhören möchten und darüber, dass das was hinter uns liegt uns auffängt, wenn wir ins Taumeln geraten. Oder kurz gesagt, es geht um Depression und Selbstakzeptanz. Verpackt ist das Ganze in einem Kimono aus japanischer Kultur und Folklore.

  1. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Was möchten Sie ihm oder ihr vermitteln?

In einer der ersten Rezensionen die Gute Nacht, Suki bekommen hat steht es liest sich wie eine Mischung aus Chihiros Reise ins Zauberland und Walter Moers Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr. Freunde solcher Fantasy-Geschichten sollten also vielleicht ein paar Zeilen riskieren. Ansonsten richtet sich der Roman darüber hinaus an ein breites Publikum. Denn es ist per se kein Fantasy-Roman. Egal ob jugendliche oder erwachsene Leser*innen. Gute Nacht, Suki ist für alle denen es nicht gut geht oder die etwas Leises in all dem Lärm um uns herum suchen.

Was möchte ich mit Gute Nacht, Suki vermitteln? Wir gehen manchmal kaputt. Und das ist in Ordnung. Denn durch die Risse leuchtet es immer noch hell. Und uns genau jenes Leuchten zu bewahren, darum geht es. Und manchmal können wir uns dieses Leuchten nur bewahren indem wir die Risse akzeptieren, manchmal in dem wir mit anderen darüber sprechen, manchmal indem wir Gefühle zulassen. Die Optionen sind vielfältig, wichtig ist, dass es bei uns selbst beginnt.

  1. Wann und warum haben Sie sich entschieden, dieses Buch zu schreiben?

Ich begann Gute Nacht, Suki an dem Tag zu schreiben, als ich meinen Debütroman Monogatari – Die Erde, Purpurrot in voller Blüte meinen damaligen Testleser*innen gegeben habe. Bei Monogatari geht es darum in verschiedenste Perspektiven und Blickwinkel einzutauchen und herauszufinden, was uns Menschen handeln lässt. Und dass bei all dem Wahnsinn der tagtäglich um einen jeden von uns herum passiert. Bei Gute Nacht, Suki wollte ich das genau Gegenteil tun. Diesmal wollte ich ehrlich in mich selbst hineinblicken. Und das war mindestens genauso hart, wie die Perspektiven anderer einzunehmen. Dennoch fiel mir das Schreiben von Gute Nacht, Suki im Gegensatz zu Monogatari viel leichter. Und das nicht nur, weil es eine viel linearere Geschichte erzählt. Ich fand die Vorstellung großartig wie mit jeder Emotion auch eine Farbe in ihr Innerstes zurückkehrt. Damit konnte man bildsprachlich total viel anstellen. Gleichzeitig hatte ich Spaß noch tiefer in der japanischen Kultur zu versinken und am Ende liebte ich die Yōkai genauso sehr wie Suki. Oder Suki liebte die japanischen Fabelwesen genauso sehr wie ich. Wer weiß. Diese Grenze verschwamm irgendwann auf dem Weg. Aber vor allem konnte ich einiges beim Schreiben verarbeiten.

Und um die Frage des Warums noch zu beantworten, wenn Monogatari meine Depression ist, dann ist Gute Nacht, Suki meine Therapie gewesen.

  1. Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Buch bei den Lesern hervorrufen?

Im besten Fall genau die Emotion, die die Lesenden in dem Moment verarbeiten wollen und vielleicht ein Gefühl von: Seid ein wenig gnädiger zu euch selbst.

Eine der ersten Personen, die Gute Nacht, Suki gelesen hatte kam danach zu mir und sagte: „Ganz ehrlich, jeder von uns braucht einen Grani.“ Grani ist der Name des sprechenden Origamikranichs, der Suki begleitet. Er ist facettenreich und lockert die Schwere der Geschichte mit seinem Wahnsinn auf. Am wichtigsten ist aber glaube ich, dass er an Suki glaubt, vor allem dann, wenn sie es selbst nicht kann. Und diese Aussage war nicht nur ein total schönes Kompliment, sondern ist vielleicht auch genau die Emotion, die Gute Nacht, Suki hervorrufen soll.

  1. Wie haben Ihr Freundeskreis, Ihre Bekannte oder Ihre Familie auf die Buchsveröffentlichung reagiert? Stehen schon neue Projekte an?

Sie haben sich gefreut, weil sie alle wissen, wie wichtig mir diese Geschichte ist. Falls ihr das lest. Danke, an alle von euch, die in irgendeiner Form an Gute Nacht, Suki beteiligt waren. Ohne euch hätten Suki und ich es nicht bis zum Ende geschafft. Und an alle anderen, Danke, dass ihr nie müde werdet zu fragen!

Neue Projekte stehen natürlich auch schon an. Die Arbeiten an dem zweiten Band von Monogatari sind in vollem Gange. Das letzte Interview hier hatte ich mit dem Satz, den Titel des zweiten Bandes von Monogatari möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten beendet. Eigentlich ein schöner Moment es diesmal zu tun. Habt noch ein bisschen Geduld oder vielleicht auch Vorfreude auf: Monogatari 2 – Der Regen, Farblos eint er die auf ewig Getrennten.

Bis dahin:

Findet etwas Leises in all dem Lärm da draußen.

Danke für eure Zeit und viel Spaß beim Lesen von Gute Nacht, Suki.

Euer Soac

Wir danken dem Autor für die Beantwortung unserer Fragen und die Hilfe, den Text und die damit verbundenen Erfahrungen auf den Kern zu bringen. Gute Nacht, Suki von Soac, erschienen beim Verlag Europa Buch, verdient es, aufmerksam gelesen zu werden, weil das Buch neue Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten eröffnet.

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