Heute besprechen wir das Buch Der Preis der Freiheit von Martin Zogalla, erschienen beim Verlag Europa Buch. Wir präsentieren hier ein Interview mit dem Autor des Buches, um die persönlichen Aspekte und die wichtigsten Erfahrungen zu verdeutlichen, die in diesem Text verdichtet sind. Wir besprechen auch die wichtigsten Themen, die der Autor im Laufe seines Schreibens anspricht und die er mit seinen Leserinnen und Lesern teilen möchte.
Hier ist das Interview mit dem Autor: Viel Spaß beim Lesen.
1. Welche Themen und Inhalte werden von Ihnen in dem Buch angesprochen?
In meinem Buch spreche ich über Themen, die mich selbst durch einige der dunkelsten und zugleich heilsamsten Phasen meines Lebens getragen haben. Es geht um innere Freiheit, um die Kraft der Stille, um die Liebe, die wir oft verlieren, weil wir uns selbst verlieren. Ich schreibe über Schmerz, über das Sich-Verlieren im Lärm der Welt, aber auch über das Wiederfinden des eigenen Lichts.
Viele Menschen glauben, dass Heilung etwas ist, das von außen kommt — durch andere Menschen, durch Umstände, durch Glück. Doch ich habe erfahren, dass Heilung immer im Innern beginnt, dort, wo wir uns selbst wieder begegnen.
Das Buch verbindet autobiografische Erfahrungen mit spirituellen und philosophischen Einsichten, weil ich glaube, dass beides untrennbar miteinander verbunden ist. Unsere Wunden sind nicht nur Erinnerungen, sie sind Wegweiser. Unsere Sehnsucht ist nicht nur ein Gefühl, sie ist ein Ruf.
Ich wollte ein Buch schreiben, das nicht nur gelesen, sondern gespürt wird. Ein Buch, das Mut macht, sich selbst nicht länger zu übergehen. Ein Buch, das zeigt: Freiheit hat einen Preis — aber sie ist es wert.
2. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Was möchten Sie ihm oder ihr vermitteln?
Dieses Buch ist für Menschen, die spüren, dass sie sich selbst irgendwo auf dem Weg verloren haben. Für jene, die funktionieren, aber innerlich müde sind. Für Menschen, die sich nach etwas sehnen, das sie nicht benennen können — nach Frieden, nach Klarheit, nach einem Gefühl von Zuhause in sich selbst.
Ich möchte ihnen vermitteln, dass sie nicht allein sind. Dass ihre Verletzungen nicht bedeuten, dass sie schwach sind, sondern dass sie fühlen. Dass ihre Sehnsucht kein Mangel ist, sondern ein Kompass.
Viele von uns tragen ein Licht in sich, das überdeckt wurde — durch Erwartungen, durch Angst, durch alte Geschichten. Dieses Buch möchte helfen, dieses Licht wieder freizulegen.
Ich wünsche mir, dass Leserinnen und Leser beim Lesen spüren: „Da ist jemand, der versteht, wie es sich anfühlt.“ Und vielleicht auch: „Ich darf meinen eigenen Weg gehen.“
Wenn das Buch nur einem Menschen hilft, sich selbst wieder ein Stück näherzukommen, dann hat es seinen Sinn erfüllt.
3 Wann und warum haben Sie sich entschieden, dieses Buch zu schreiben?
Ich habe dieses Buch nicht aus einem Plan herausgeschrieben, sondern aus einem inneren Drängen, das irgendwann so stark wurde, dass ich ihm nicht mehr ausweichen konnte. Es gab einen Moment in meinem Leben, in dem ich spürte: Wenn ich jetzt nicht ehrlich zu mir werde, verliere ich mich endgültig.
Das Schreiben wurde zu einem Rettungsanker. Zu einem Raum, in dem ich all das aussprechen konnte, was ich jahrelang verschwiegen hatte — vor anderen, aber vor allem vor mir selbst.
Ich habe nicht entschieden: „Ich schreibe ein Buch.“
Es war eher so, dass das Buch mich gefunden hat. Es wollte geschrieben werden, weil es meine Wahrheit war.
Während des Schreibens habe ich verstanden, dass dieser Weg nicht nur mein eigener ist. Dass viele Menschen ähnliche Kämpfe führen, ähnliche Wunden tragen, ähnliche Sehnsüchte haben.
Das Buch ist aus Schmerz entstanden, aber auch aus Hoffnung. Aus dem Wunsch, dass niemand glauben muss, er sei allein mit seinem inneren Kampf. Und aus der Erkenntnis, dass Freiheit immer dort beginnt, wo wir uns selbst nicht mehr belügen.
4. Welche Emotionen möchten Sie mit Ihrem Buch bei den Lesern hervorrufen?
Ich möchte, dass Menschen beim Lesen etwas spüren — vielleicht zum ersten Mal seit langer Zeit. Ich möchte, dass sie sich berührt fühlen, gesehen, verstanden. Dass sie merken: „Meine Gefühle sind nicht falsch. Mein Schmerz ist nicht sinnlos.“
Das Buch soll Mut machen, aber nicht im Sinne von Durchhalten oder Stärke zeigen. Sondern im Sinne von: Du darfst fühlen. Du darfst weich sein. Du darfst ehrlich sein.
Ich wünsche mir, dass Leserinnen und Leser beim Lesen Momente erleben, in denen sie innehalten, weil ein Satz etwas in ihnen berührt, das lange geschwiegen hat.
Vielleicht entsteht Trost. Vielleicht entsteht Klarheit. Vielleicht entsteht ein kleines Aufatmen.
Vor allem aber möchte ich, dass sie spüren: In ihnen liegt ein Licht, das nicht erloschen ist — nur verdeckt. Und dass es Wege gibt, dieses Licht wieder freizulegen.
5. Wie haben Ihr Freundeskreis, Ihre Bekannte oder Ihre Familie auf die Buchsveröffentlichung reagiert? Stehen schon neue Projekte an?
Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich — und genau das hat mir gezeigt, wie persönlich dieses Buch ist. Einige Menschen waren tief berührt und haben mir gesagt, dass sie Seiten in sich entdeckt haben, die sie lange vergessen hatten. Andere waren überrascht, weil sie mich in dieser Offenheit und Verletzlichkeit noch nie erlebt hatten. Es gab auch Menschen, die erst einmal schweigen mussten, weil das Buch Themen berührt, die man im Alltag gerne vermeidet. Und das ist vollkommen in Ordnung.
Für mich selbst war die Veröffentlichung ein Schritt, der Mut brauchte. Ein Schritt in die Sichtbarkeit, der nicht selbstverständlich ist. Ich habe gelernt, dass man nicht erwarten kann, dass jeder sofort versteht, was man schreibt — aber man darf darauf vertrauen, dass die richtigen Menschen es fühlen.
Ob neue Projekte entstehen, hängt für mich davon ab, wie dieses Buch seinen Weg findet. Im Moment lasse ich es wirken und beobachte, wie es die Menschen erreicht.
Gleichzeitig spüre ich, dass neue Ideen bereits in mir leben — besonders meine Gedichte, die ich veröffentlichen möchte. Aber ich zwinge nichts. Ich lasse entstehen, was entstehen will.

Wir danken dem Autor für die Beantwortung unserer Fragen und die Hilfe, den Text und die damit verbundenen Erfahrungen auf den Kern zu bringen. Der Preis der Freiheit von Martin Zogalla, erschienen beim Verlag Europa Buch, verdient es, aufmerksam gelesen zu werden, weil das Buch neue Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten eröffnet.


